15.02.19 – 19.00 Uhr – Die Ganze Bäckerei -Vortrag vom malaboca kollektiv

gambellino

Moin Leude,
am 15.02.19 um 19.00 Uhr findet in der Ganzen Bäckerei ein Vortrag des malaboca collektivs statt. Hier einmal der Ankündigungstext der Genoss*innen die den Vortrag halten werden:

Giambellino resiste! Quarteri populari resiste!

Im Jahr 2014 wurde im Arbeiter*innenviertel Giambellino in Mailand das Nachbarschaftskomitee ‚Comitato Abitanti Giambellino-Lorrenteggio‘ gegründet. Seitdem werden leerstehende und dem Verfall überlassene Sozialbauwohnungen im Viertel kollektiv und selbstorganisiert besetzt und Zwangsräumungen verhindert. Es wird versucht mit solidarischen Projekten wie Nachhilfeunterricht, Kantinen und Sportvereinen der sozialen Zurichtung entgegenzuwirken und gemeinsam eine kämpferische Perspektive zu entwickeln. Keine fünf Jahre später wurde am 13.12.2018 durch die Carabinieri eine Razzia gegen das Nachbarschaftskomitee in Giambellino durchgeführt – der Vorwurf lautet: „Bildung einer kriminellen Vereinigung zum Zweck der organisierten Besetzung“. Da der Straftatbestand sonst für Ermittlungen gegen mafiöse Racketstrukturen genutzt wird, wird das Komitee somit faktisch mit dieser in einen Topf geworfen.
Neun Genoss*innen des Nachbarschaftskomitees befinden sich seitdem unter strengen Auflagen unter Hausarrest, fünfundsiebzig weitere Aktivist*innen sind Teil des Ermittlungsverfahrens. Dieser Angriff ist nicht nur ein herber Schlag gegen die Betroffenen, er ist auch ein Wink mit dem Zaunpfahl seitens des Staates an die vielen weiteren solidarischen Komitees und antirassistischen Projekte, die es landesweit gibt. Angesichts des Rechtsrucks und der anhaltenden ökonomischen Krise in Italien bekommt diese Form der Repression einen noch bitteren Beigeschmack, einen, der einem mit dem Blick auf die gesellschaftlichen Entwicklungen hierzulande nicht vergeht.

In der Veranstaltung wollen wir daher mit euch über unsere Begegnungen und den strategischen Reflexionen mit den Genoss*innen aus dem Nachbarschaftskomitee sowie über die aktuellen Entwicklungen berichten. Weitergehend wollen wir uns der Frage nach der Perspektive transnationaler Solidaritätsarbeit angesichts der gegenwärtigen politischen Lage stellen. Die Genoss*innen aus Giambellino kämpfen weiter, ein Grund mehr ihnen zur Seite zu stehen und weiter voneinander zu lernen.

Weitergehende Infos zum ‚Comitato Abitanti Giambellino- Lorrentegio finde ihr unter:

https://malaboca.noblogs.org/

http://siamotuttirobinhood.it/

Anschließend an den Vortrag hat die Kneipe wohl wie gewohnt offen und es lässt sich gemütlich bei einem oder vielen Kaltgetränken über den Vortrag diskutieren. Außerdem wird der weitere Abend von DJ Bert begleitet, für Stimmung ist also auch gesorgt. ;)

Und falls der Termin bei uns nicht passt, freut sich die Alte Meierei in Kiel am Tag vorher um 19.00 Uhr sicher auch über einen Besuch. ;)

Keine Bühne für Nationalismus! Frei.Wild Konzert im Roxy verhindern!

Für den 20.04. ist die nationalistische Band Frei.Wild* im Roxy Flensburg angekündigt.
Frei.Wild stehen für eine Diskursverschiebung nach rechts, für »das wird man ja wohl noch sagen dürfen«, für den vermeidlich harmlosen Rassismus der Mitte der Gesellschaft, kurzum: symbolhaft für den Rechtsruck. In Flensburg wurde sich dieser gesamtgesellschaftlichen Entwicklung bislang recht erfolgreich entgegen gestellt – sorgen wir gemeinsam dafür, dass das auch so bleibt!

Wir haben direkt nach Bekanntgabe des Konzerts Kontakt zum Roxy gesucht um sie zu einer Absage zu bewegen. Statt einer vernünftigen Kommunikation wurden wir allerdings mit einer paranoiden Opferhaltung und Versatzstücken der Ideologie der Neuen Rechten abgespeist, die letzte Mail endete seitens des Roxy mit »Damit ist die Diskussion dann auch vorbei«.

Die Forderung unsererseits bleibt trotzdem bestehen: Sofortige Absage des Konzertes! Noch vor dem Vorverkauf, der am 25.01. starten soll!

Kein Bock auf Frei.Wild!

Achtet auf weitere Ankündigungen!

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* »Eine inhaltlich-textliche Auseinandersetzung zeigt eine rechtsoffene, reaktionäre, konservative und nationalistische Haltung der Band, die neben allen Beteuerungen der Band nie “unpolitisch” gewesen ist und sich im Laufe der Musikkarriere deutlich radikalisiert hat. Durch ihr dichotomes, hermetisch abgeschlossenes Weltbild liefern sie Feindbildkonstruktionen, mit denen sie geschickt in trüben, braunen Gewässern fischen können. Nebenbei wird sich um eine möglichst kontroverse, aber rechtlich unverfängliche Außendarstellung bemüht, die durch plakative, kaum hinterfragte Distanzierungsversuche den Anschein einer politisch harmlosen Band erwecken soll.« (aus dem Aufruf gegen Frei.Wild in Kiel 2016 Keine Bühne für Nationalisten – https://kbfn.noblogs.org/09-04-2016-frei-wild-in-kiel/)

Make Rojava Green Again Vortrag

Offener Brief um die Situation zum „Revolutionären“ Kollektiv

Auch hier darf der offene Brief zum Thema „RK“ nicht fehlen:

„Liebe Freund*innen, liebe Genoss*innen,

in der linken Szene droht eine Auseinandersetzung zu eskalieren, wie wir das seit Jahren nicht mehr erlebt haben: Was scheinbar mit ein bisschen Plakate-Abreissen-Stress unter verschiedenen Gruppen in FL begann, ist unter der Federführung der in FL noch recht jungen Gruppe „Revolutionäres Kollektiv“ (RK) heftig zugespitzt worden.

Dabei ging es in der Chronologie von konkreter Zusammenarbeit (etwa um die Jahreswende bis zur großen FL-Widerstandsdemo vom 3. Febr.) bis hin zu sich schnell steigerndem Streit zunächst um Aufkleber und Parolen-Sprayen und dann zu massiven Attacken gegen das hiesige „AZ“ [zur Erläuterung: die RK’ler generell haben AZ = Autonome Zentren zu ihren Hauptfeinden erklärt, das sind für sie „versiffte Penner- und Drogenzentren“]. In FL sind ein autonomes Wohnprojekt, die „Senffabrik“, nebst dem Infoladen „Subtilus“ die Hauptzielscheibe der ungehemmten Aggressionen des RK. Zuletzt sind sie dort am Zaun mit ca. 12 – 15 Leuten aufgekreuzt und haben die Leute im Wohnprojekt massiv mit Sprechchören angepöbelt: „Stellt euch„, „kommt raus„, usw. Der Gipfel waren dann die Rufe „Jetzt gibts Schwanz ihr Fotzen„. (siehe Anhang)
Aus der Hooligan-Szene kommen solche Begriffe wie „Stellt euch!“ = lasst es uns per Faust, Mann-gegen-Mann austragen.

Die RK-Fakten sind:
Das „Revolutionäre Kollektiv“ hat neben spezifischen politischen Positionen – ein bewusst-inszeniertes Power-mässiges Macho-Gebahren, ein grober, platter „Maoismus“, u.a. (das alles mag ja noch diskutabel sein) – aber vor allem einen ausgeprägten Hang zur gewalttätigen Auseinandersetzung innerhalb der Linken und zur bewussten Frauenverachtung.
Beides ist innerhalb der Linken ein „no-go“ – zumal es ideologisch propagiert wird.

Konkret zur Frage der Gewaltandrohung gegen andere Linke heisst es in einer Flensburger Erklärung des RK:

„Innerlinke“ Gewalt. Ein rotes Tuch?
(…) Kein „allgemeiner Konsens gegen innerlinke Gewalt“ schützt Individuen, die politisch keine Praxis außer Drogenkonsum in ihren versifften AZs betreiben vor unserem konsequenten Schutz unserer Propaganda und Politik. (…) Wir distanzieren uns nicht von „innerlinker“ Gewalt, also Gewalt an Antikommunisten, die ihre Szenezugehörigkeit als soziales Kapital benutzen um sich ungestraft wie die größten Reaktionäre aufzuführen (..)

Und konkret zur Frauenverachtung:

(…) Und wenn ihr uns mit euren Maßstäben messt, dann mögt ihr Recht haben, dann sind wir wahrscheinlich verschieden. Wir gendern nicht und wir brechen zu Leuten nicht den Kontakt ab, weil sie mal „Fotze“ gesagt haben. (…)

Mensch mag das ja für besondere Skurrilitäten halten, für zu belächelnde „Kinderkrankheiten“ bei einer neuformierten jungen, linken Aktivistengruppe.

Damit allerdings wird dieses menschenverachtende Gebaren verharmlost!
Es droht die handfeste Konfrontation – Angst und Furcht sollen in Flensburg verbreitet werden.

Wir, alle linken und fortschrittlichen Kräfte in Flensburg sind gefordert, deutlich Stellung zu beziehen:

Keinerlei Toleranz, keinerlei Nachsicht gegenüber der propagierten Gewalt unter Linken und der propagierten Frauenverachtung durch das sogenannte „Revolutionäre Kollektiv“.
Wir alle haben unsere unterschiedlichen Vorstellungen von Politik und Lebensweise – das schliesst leidenschaftliche Debatten und Auseinandersetzungen ein, ist ein qualitativer Gewinn für alle und hilft bei der Suche nach Alternativen zum real-existierenden Kapitalismus.
Eine Zusammenarbeit auf Basis von „innerlinker“ Gewalt und Frauenverachtung ist ausgeschlossen!

Erstunterzeichner*innen:
Refugees Welcome Flensburg,
DFG-VK FL,
DKP FL,
Die ganze Bäckerei FL,
Red and Anarchist Skinheads (RASH) – FL,
Bündnis „gemeinsam solidarisch widerständig“ FL,
Antifaschistische Aktion FL,
Black Mosquito FL,
Infoladen Subtilus FL,
Wohnprojekt Hafermarkt FL,
»Wir sagen Moin« FL,
die autonome Gruppe „Kommando Breitcord“, FL
SAV-FL
anarchist black cross (abc) Flensburg
AKOPOL Flensburg
FAU FL
Wohnprojekt Senffabrik FL
Kreisvorstand DIE LINKE FL
Roter Stern Flensburg
Freies Radio Fratz
Kulturzentrum Volksbad

Katrine Hoop, Henning Nielsen (Vors. RLS-SH), Gregor Hübner, Gabi Ritter (Fraktionsvorsitzende Die LINKE, FL), Jörg Pepmeyer, Gerd Habermann, Herman U. Soldan (Kreisvorsitzender DIE LINKE Flensburg), Katharina Petersen, Leiv Eirik Voigtländer,

sowie:
Antifaschistische Aktion Neumünster“

Repressionen gegen Anarchist*innen in Russland

Am 14.06. findet in der Ganzen Bäckerei eine Veranstaltung zum Thema Repressionen gegen Anarchist*innen in Russland statt.
Im Folgenden einmal der englische Ankündigungstext und ein Link zu weiterführenden Informationen auf der
deutschsprachigen Blogseite von crimethInc.

„The Network“: repressions against anarchists and antifascists in Russia and fabricated terrorist case
Since October 2017 numerous anti-authoritarian activists in Russia expirienced arrests on terrorist charges.
Many of them were kidnapped by russian state security service called FSB and tortured with electricity and other
methods. After days of tortures, nearly all of them were forced to plead guilty to being part of so-called
„Network“ – mythical organization established to carry out terrorist attacks during upcoming president elections
and FIFA World Cup, and to ovethrow the Putin‘s regime. FSB never stopped: people are still being tortured and kidnapped
on multiple occasions in different cities.

An activist from Russia will talk about unprecedented situation, brutal tortures, possibly the heaviest criminal case
against anarchists in Russia in resent times and possible developments. Come to listen, think and discuss the ways to support
imprisoned comrades. How do we deal with bitter repressions? How do we strike back?

During the event there will be a direct opportunity to financially support ongoing solidarity campaign.

http://crimethinc.blogsport.de/2018/05/25/warum-die-folterungen-in-russland-von-bedeutung-sind/

Die Veranstaltung findet am 14.06. um 19.30 in der Ganzen Bäckerei statt.

Bis denne… ;-)



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