Wir sagen Tschüss!

Samstag, 20. April 2019 von 13:00 bis 16:00

Parkplatz Exe
24937 Flensburg

Die rechtspopulistische Band Frei.Wild hat für den 20. April von 13-14.30 Uhr eine Kundgebung auf der Exe in Flensburg angemeldet und ihren Fans eine Veranstaltung der besonderen Art versprochen. Im Anschluss wird das Publikum ab 16 Uhr mit Bussen zum Ausweichkonzert in Pahlen transportiert. Es werden viele Fans erwartet und die Band macht keinen Hehl daraus, dass diese Veranstaltung als Vergeltungsschlag für das abgesagte Konzert zu verstehen ist.

Frei.Wild ignoriert die geschichtliche Verantwortung Flensburgs und die Bedenken bezüglich des gewählten Veranstaltungsdatums. Selbst wenn das Datum zufällig gewählt sein sollte, erscheint es zynisch, dass ausgerechnet am 130. Geburtstag Hitlers ein Treffen in Flensburg stattfinden soll, das auch ein rechtsextremes Publikum anspricht. Denn allein die Tatsache, dass die Band immer wieder ihr Publikum dazu anweist, bei den Konzerten auf verbotene Symbole und Parolen zu verzichten, spricht für sich: Die Inhalte der Band sind auch für extreme Rechte anschlussfähig, diesbezügliche Äußerungen und Handlungen sollen aber vermieden werden, um den Schein in der medialen Außenwirkung zu wahren.

Völkisches Gedankengut ist keine arglose Kunst und Nationalismus keine harmlose Meinung. Die von Frei.Wild propagierte Ideologie trägt aktiv zu Verstärkung von Vorurteilen und Feindbildern und einer weiteren Polarisierung der Gesellschaft bei. Bei unseren bisherigen Gesprächen mit den Fans ist sehr deutlich geworden, dass Frei.Wild mit ihrer Botschaft gerade bei jungen Menschen mit weniger politischem und geschichtlichem Hintergrundwissen aktiv zur Meinungs- und Identitätsbildung beiträgt und dabei vorhandene Ressentiments legitimiert und verstärkt.

Am 20. April beginnt um 11 Uhr am Nordertor mit dem jährlichen Ostermarsch eine der wichtigsten Veranstaltungen in Flensburg für Frieden und wertschätzendes Miteinander. Der Demonstrationszug endet am Deserteursdenkmal. Beteiligt euch am Ostermarsch! Im Anschluss geht es zur Exe. Wir haben eine Kundgebung angemeldet, um gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt in Flensburg zu setzen! Bringt eure Freund*innen und Familie sowie Gesangslaune mit!

Wir sagen Tschüss! Kein Forum für Nationalismus! Nicht am 20. April, nicht in Flensburg, nicht in Zukunft und nicht anderswo!

https://www.facebook.com/events/347067639267059/

Klare Kante gegen den Rechtsruck!

Eine kleine Übersicht über die anstehenden Aktionen gegen völkischen Deutschrock:

Filmvorführung mit anschließender Diskussion
»Deutsche Pop Zustände – eine Geschichte rechter Musik«
Mittwoch, 17. April um 19 Uhr in der Europa-Universität Flensburg im Raum HEL 160
https://www.facebook.com/events/2289337291088908/

Demonstration
»Klare Kante gegen Rechtsruck, Nationalismus und Frei.Wild«
Donnerstag, 18. April ab 19 Uhr in der Süderstraße in Pahlen
https://www.facebook.com/events/833910800279869/

Frei.Wild hat für den 20. April ein Frühlingsfest in Flensburg angekündigt – acht auf Ankündigungen bei Diversity Zone

Demonstration
»Pahlen ist kein Ersatzhafen für Nationalismus!«
Samstag, 20. April ab 17.30 Uhr in der Süderstraße in Pahlen
https://www.facebook.com/events/352370882074409/

Demonstration
»Keine Bühne für völkischen & nationalistischen Identitätsrock«
Sonntag, 21. April ab 17 Uhr auf dem Herzogenplatz in Uelzen
https://www.facebook.com/events/390406061807156/

15.02.19 – 19.00 Uhr – Die Ganze Bäckerei -Vortrag vom malaboca kollektiv

gambellino

Moin Leude,
am 15.02.19 um 19.00 Uhr findet in der Ganzen Bäckerei ein Vortrag des malaboca collektivs statt. Hier einmal der Ankündigungstext der Genoss*innen die den Vortrag halten werden:

Giambellino resiste! Quarteri populari resiste!

Im Jahr 2014 wurde im Arbeiter*innenviertel Giambellino in Mailand das Nachbarschaftskomitee ‚Comitato Abitanti Giambellino-Lorrenteggio‘ gegründet. Seitdem werden leerstehende und dem Verfall überlassene Sozialbauwohnungen im Viertel kollektiv und selbstorganisiert besetzt und Zwangsräumungen verhindert. Es wird versucht mit solidarischen Projekten wie Nachhilfeunterricht, Kantinen und Sportvereinen der sozialen Zurichtung entgegenzuwirken und gemeinsam eine kämpferische Perspektive zu entwickeln. Keine fünf Jahre später wurde am 13.12.2018 durch die Carabinieri eine Razzia gegen das Nachbarschaftskomitee in Giambellino durchgeführt – der Vorwurf lautet: „Bildung einer kriminellen Vereinigung zum Zweck der organisierten Besetzung“. Da der Straftatbestand sonst für Ermittlungen gegen mafiöse Racketstrukturen genutzt wird, wird das Komitee somit faktisch mit dieser in einen Topf geworfen.
Neun Genoss*innen des Nachbarschaftskomitees befinden sich seitdem unter strengen Auflagen unter Hausarrest, fünfundsiebzig weitere Aktivist*innen sind Teil des Ermittlungsverfahrens. Dieser Angriff ist nicht nur ein herber Schlag gegen die Betroffenen, er ist auch ein Wink mit dem Zaunpfahl seitens des Staates an die vielen weiteren solidarischen Komitees und antirassistischen Projekte, die es landesweit gibt. Angesichts des Rechtsrucks und der anhaltenden ökonomischen Krise in Italien bekommt diese Form der Repression einen noch bitteren Beigeschmack, einen, der einem mit dem Blick auf die gesellschaftlichen Entwicklungen hierzulande nicht vergeht.

In der Veranstaltung wollen wir daher mit euch über unsere Begegnungen und den strategischen Reflexionen mit den Genoss*innen aus dem Nachbarschaftskomitee sowie über die aktuellen Entwicklungen berichten. Weitergehend wollen wir uns der Frage nach der Perspektive transnationaler Solidaritätsarbeit angesichts der gegenwärtigen politischen Lage stellen. Die Genoss*innen aus Giambellino kämpfen weiter, ein Grund mehr ihnen zur Seite zu stehen und weiter voneinander zu lernen.

Weitergehende Infos zum ‚Comitato Abitanti Giambellino- Lorrentegio finde ihr unter:

https://malaboca.noblogs.org/

http://siamotuttirobinhood.it/

Anschließend an den Vortrag hat die Kneipe wohl wie gewohnt offen und es lässt sich gemütlich bei einem oder vielen Kaltgetränken über den Vortrag diskutieren. Außerdem wird der weitere Abend von DJ Bert begleitet, für Stimmung ist also auch gesorgt. ;)

Und falls der Termin bei uns nicht passt, freut sich die Alte Meierei in Kiel am Tag vorher um 19.00 Uhr sicher auch über einen Besuch. ;)

Keine Bühne für Nationalismus! Frei.Wild Konzert im Roxy verhindern!

Für den 20.04. ist die nationalistische Band Frei.Wild* im Roxy Flensburg angekündigt.
Frei.Wild stehen für eine Diskursverschiebung nach rechts, für »das wird man ja wohl noch sagen dürfen«, für den vermeidlich harmlosen Rassismus der Mitte der Gesellschaft, kurzum: symbolhaft für den Rechtsruck. In Flensburg wurde sich dieser gesamtgesellschaftlichen Entwicklung bislang recht erfolgreich entgegen gestellt – sorgen wir gemeinsam dafür, dass das auch so bleibt!

Wir haben direkt nach Bekanntgabe des Konzerts Kontakt zum Roxy gesucht um sie zu einer Absage zu bewegen. Statt einer vernünftigen Kommunikation wurden wir allerdings mit einer paranoiden Opferhaltung und Versatzstücken der Ideologie der Neuen Rechten abgespeist, die letzte Mail endete seitens des Roxy mit »Damit ist die Diskussion dann auch vorbei«.

Die Forderung unsererseits bleibt trotzdem bestehen: Sofortige Absage des Konzertes! Noch vor dem Vorverkauf, der am 25.01. starten soll!

Kein Bock auf Frei.Wild!

Achtet auf weitere Ankündigungen!

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* »Eine inhaltlich-textliche Auseinandersetzung zeigt eine rechtsoffene, reaktionäre, konservative und nationalistische Haltung der Band, die neben allen Beteuerungen der Band nie “unpolitisch” gewesen ist und sich im Laufe der Musikkarriere deutlich radikalisiert hat. Durch ihr dichotomes, hermetisch abgeschlossenes Weltbild liefern sie Feindbildkonstruktionen, mit denen sie geschickt in trüben, braunen Gewässern fischen können. Nebenbei wird sich um eine möglichst kontroverse, aber rechtlich unverfängliche Außendarstellung bemüht, die durch plakative, kaum hinterfragte Distanzierungsversuche den Anschein einer politisch harmlosen Band erwecken soll.« (aus dem Aufruf gegen Frei.Wild in Kiel 2016 Keine Bühne für Nationalisten – https://kbfn.noblogs.org/09-04-2016-frei-wild-in-kiel/)

Make Rojava Green Again Vortrag



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