Archiv der Kategorie 'Allgemein'

9.9. – Antifa Punk Disco



Facebook Event.

Offener Brief an Baltic Open Air Unterstützer

    Warum das Baltic Open Air nicht zu unterstützen ist

Offen Rechtsextreme Bands finden sich im Line up des Baltic Open Air nicht. Allerdings sind einige Bands angekündigt, die der sogenannten Grauzone zuzuordnen sind oder ein ausgeprägten Hang zu Patriotismus und „Heimat Liebe“ besingen. Diese Bands würden sich selbst nicht rechtsextrem einordnen. Dennoch befinden sich unter den Facebook-Zusagen zum Baltic Open air einige eindeutig Rechtsextreme.

Zwar bezeichnen sich viele der Bands selbst als unpolitisch, in ihren Texten tauchen aber ständig politische Statements auf. Politisch ist in diesem Verständnis nur was „die da oben machen“, sie selbst wähnen sich dabei als Vertreter des „kleinen Mannes“ die nur singen was jeder klar Denkende denken müsste. Eindeutig rechtsextreme Songtexte gibt es bei diesen Bands nicht. Hier wird eher von Heimattreue, Heimatliebe und der Zugehörigkeit zu einem Volk gesprochen. Es geht um Freundschaft und um Werte. Problematisch wird es, wenn die besungene Freundschaft bedeutet, Fremde auszugrenzen oder abzulehnen, und es um Werte geht, die nur die eigene Gruppe hat und diese über die anderen zu stellen.

Entworfene homogene Gesellschaftsbilder werden der real existierenden Gesellschaft gegenübergestellt und mit ihr verglichen. Dieser Vergleich enthält Abwertungen der Gruppen, die nicht in das entworfene homogene Bild passen. Darin zeigt sich manchmal deutlicher, manchmal eher verschwommen eine Zugehörigkeit zum rechten Lager oder zumindest eine Nähe zu deren Denkmustern. Deshalb wird häufig von Grauzonen-Musik gesprochen. In einer gezielten Auseinandersetzung mit den Liedtexten lässt sich meist herausarbeiten, ob ein menschenfeindliches Weltbild zugrunde liegt oder nicht. Zum Teil lässt sich die Uneindeutigkeit aber auch nicht auflösen. Eigene Statements von Bands helfen da nicht immer weiter.“ http://www.demokratiezentrum-bw.de/wissen-information/rechte-musikr

Über den Headliner Frei.Wild ist in der Vergangenheit bereits genug geschrieben worden. Es empfiehlt sich beispielsweise diese Broschüre von der AKJS http://akjs-sh.de/produkt/von-frei-wild-bis-rechtsrock

Weniger bekannt aber nicht minder problematisch stellen sich die folgenden Bands, die alle im Lineup des BOA vertreten sind, dar.

,,Unantastbar“ gilt als Partnerband von Frei.Wild und haben sich lange einen Proberaum geteilt. Ihr Frontmann Joggl Bergmeister hat mit Phillip Burger schon bei den Kaiserjägern, der rechtsextremen Vorgängerband von Frei.Wild, gespielt. Auf dem Blog ,,Oireszene“(http://oireszene.blogsport.de/) wird die Band wie folgt beschrieben.

,,Südtiroler Band, die sich unpolitisch gibt, sich privat aber mit Rechtsoffenen und Rechten abgibt.

Zusammen mit Gerbenok aus Weißenfels brachten sie eine Split CD/LP im Dezember 2007 heraus. Diese erschien beim rechtoffenen Label KB-Records unter dem Titel “Oi! knocks best”. Bis 2008 teilten sie sich den Proberaum mit der ebenflalls aus Südtirol kommenden Band “Frei.wild”. Weiterhin gibt es Verbindungen zur deutschnationalen Vereinigung “Los von Rom” (losvonrom.tk). Diese tritt für die Wiedervereinigung Südtirols mit Österreich ein und hat sich 2006 gegründet. Am 26.01.2007 war diese “Aktionsgruppe” bei einem Konzert von Unantastbar im “Juze Naturns” dabei und sammelten fleißig Unterschriften für ihr “Begehren”. Neben einer ganzen Reihe von erschreckenden Links, sind auch Unantastbar als einzige Band auf der Homepage der “AG” verlinkt.

Unantastbar sind trotz der Entfernung zu Leipzig Anhänger des LOK Leipzig, ein äußerst rechtslastiger Fußballverein – ähnlich wie der BFC in Berlin.

Auch nach Neustadt an der Orla verschlug es die Jungs schon Mal. Dort in den Naziskinhead-Schupen “Skinhouse Menfis” wo sie mit Iron Fist einen zum Besten gaben. Die Bootboys Hildesheim durften sich ebenfalls über eine Besuch der Combo freuen. Bei ihnen spielten sie mit Toxpack, Mummies Darling und Combat 77 auf. Die Bootboys werden hier etwas später auch noch verewigt werden.

In der Berliner Amnesie fanden sie sich vor kurzem ebenfalls ein. Hier wurde das Konzert von der Grauzonencrew Oimania Drinking Crew (ODC) organisiert“

Wir halten eine Veranstaltung, die einem solchen nationalistischen Taumel eine Bühne bietet für höchst problematisch und potentiell gefährlich.

Gerade in Zeiten eines nationalistischen Aufwindes und dem Erstarken rechter Bewegungen ist es unabdingbar, diesen nicht zu unterstützen, sondern dagegen vorzugehen.

Deshalb fordern wir sie mit Nachdruck auf, ihr Engagement zu Gunsten des Baltic Open Air einzustellen.

Antifaschistische Aktion Flensburg

LAST CALL: G20 Infos / 29.06.

Widerstand in der Trump Ära – Vortrag

Vortrag mit einem Genossen von CrimethInc. über Widerstand in der Trump Ära – besonders im Hinblick auf den kommenden G20 in Hamburg spannend!

Samstag – 01.07. – 18:30
Infoladen Subtilus
Vortrag ist auf englisch.

Ankündigungstext:

Wie konnte Donald Trump an die Macht kommen und was sagt uns das über die Zeit in der wir leben? Und welche Strategien bieten sich an, um zunehmend repressiven Regierungen und einem stärker werdenden Graswurzelnationalismus die Stirn zu bieten?

Ordnet man Trumps Präsidentschaft in einen globalen Kontext ein, stößt man in unterschiedlichen Teilen der USA auf Annäherung an Selbstorganisation und -Verteidigung durch Anarchisten und Andere. Unmittelbar nach Trumps Wahlsieg machten sich Anarchisten daran das politische Tagesgeschäft zu stören, in der Hoffnung, die herrschende Klasse zu schwächen bevor diese weitere repressive Maßnahmen ergreifen konnte. In dem ersten Wochen von Trumps Präsidentschaft ging eine große Protestwelle durch das Land und erreichte dieses Ziel vorübergehend. Nun, da Trumps Verwaltung sich um eine Neuausrichtung des Staatswesens bemüht und faschistische Bewegungen Morgenluft schnuppern, sehen sich die Widerstandsbewegungen neuen Gefahren ausgesetzt, stehen aber auch vor neuen Möglichkeiten.

Rote Hilfe Veranstaltung – 15.06.

G20 – Was tun wenn’s brennt?
Tipps und Tricks zum Umgang mit Repression auf Demonstrationen

Donnerstag, 15.6.2017, 19 Uhr
Die Ganze Bäckerei
Bismarckstraße 1, 24943 Flensburg

„Was tun, wenn’s brennt? – Ruhe bewahren!“: So lautet die Grundregel jedes Katastrophenplans und auch unsere, damit die Teilnahme an einer Aktion oder Demonstration beziehungsweise eine mögliche Festnahme nicht zu einer Katastrophe werden.
Unmittelbar bevor wir uns massenhaft zu den Tagen des Widerstands gegen den G20-Gipfel in Hamburg aufmachen werden, möchten wir in Anbetracht des zu erwartenden massiven Aufgebots an Polizei und anderen bewaffneten Repressionsdiensten noch einmal unser Wissen über unsere Rechte, Wege der Repressions-Prävention und den empfohlenen Umgang mit Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz auffrischen.
Ziel der Veranstaltung ist es selbstverständlich nicht, uns Angst vor Festnahmen, Strafverfolgung und Polizeigewalt während und im Nachklang des Gipfels zu machen, sondern uns im Gegenteil gemeinsam bestmöglich für solche Fälle zu wappnen, um möglichst unbeschadet aus unangenehmen Situationen dieser Art herauszukommen.
Was sollte vor einer Demonstration beachtet werden, was sollte eingepackt und was lieber zu Hause gelassen werden und was passiert wenn ihr doch mal festgenommen werdet? Wieso sollte ich bei Polizei und Staatsanwaltschaft die Aussage verweigern und was mache ich, wenn ich von ihnen Post bekomme? Was darf die Polizei auf Demos? Welche Vorwände werden genutzt, um Menschen festzunehmen? Ist es sinnvoll, ein Handy auf der Demo dabeizuhaben? Was kann ich tun, wenn die Polizei durchdreht und wie gehe ich mit Verletzten um? Wichtige Fragen, die wir klar haben sollten, bevor wir im Juli nach Hamburg fahren werden. Gemeinsam mit der Roten Hilfe wollen wir zusammen mit euch diese Fragen beantworten.
Eine Veranstaltung der Antifa Flensburg und der Roten Hilfe Ortsgruppe Kiel